Leerstandsmanagement
Bereits heute stehen als Folge des demografischen Wandels in den Kommunen viele Wohngebäude leer. Leerstände sind negative Visitenkarte einer Kommune und zugleich Imagefaktor. Damit wird Leerstandsmanagement zu einer wichtigen kommunalen Zukunftsaufgabe.

Handlungsprogramm Leerstand Landkreis St. Wendel
Der Landkreis St. Wendel ist der „Tourismuslandkreis“ des Saarlandes. Leerstehende Wohngebäude, insbesondere in den Hauptdurchfahrtsstraßen, werden zunehmend zu einem Attraktivitäts- und Imageproblem.
Alle Kommunen des Landkreises haben sich nun entschieden, auf einheitlicher Basis gegen den Wohngebäudeleerstand anzugehen. Hierzu wird ein Handlungsprogramm erstellt, das den Kommunen bei der Bewältigung der Leerstandsproblematik hilft und einheitliche Förderkriterien definiert. „Damit kein interkommunaler Wettbewerb um die höchsten Abrissprämien entsteht“.

Platz da! & Dokumentation kommunales Abrissprogramm
Mit ihrem fünften Modellprojekt im Programm MELanIE hat die Gemeinde Illingen bundesweit das „Erste Kommunale Abrissprogramm“ für leerstehende Wohngebäude aufgelegt. Mit dem „Förderprogramm Abriss“ soll die Beseitigung von baulichen „Schandflecken“ – Schrottimmobilien – unterstützt werden, für die eine Wiederverwertung viele Jahre erfolglos geblieben ist und die sich zunehmend negativ auf das Umfeld auswirken. Ziel ist dabei die qualitative Aufwertung einer leerstandsbedingten Problemsituation in einem Straßenzug, einem Viertel oder einem sonstigen Teilbereich der Gemeinde. Mit kleinen Zuschüssen konnten viele „Infektionsherde“ beseitigt werden. weiter »

Leerstandserfassung und -analysen, Updates
Detaillierte Leerstandserfassungen und Leerstands- analysen sind wesentliche Grundlage zur Bewusst- seinsbildung und Prüfung von Handlungsmöglichkeiten.
Die anschauliche Visualisierung der tatsächlichen Leer- stände sensibilisiert für ein sich anbahnendes, großes Problem.
Noch deutlicher wird die Problemlage bei zusätzlicher Auswertung und Darstellung der potenziellen Leerstände - jüngster Bewohner eines Gebäudes ist älter als 70. Demografiebedingt ist in wenigen Jahren mit einem riesigen Überangebot an Wohnraum zu rechnen. Dies macht aber schon heute ein Handeln erforderlich.

Melanie-Modellprojekt „Revitalisierung Brückenstraße“: erstmals konkretes Revitalisierungsprojekt erfolgreich abgeschlossen
In einem zentralen Bereich in Illingen-Hüttigweiler ist zukünftig mit einer Leerstandsquote von bis zu 30 % zu rechnen, obwohl das Quartier einen äußerlich weitgehend intakten Eindruck vermittelt und die "Straße noch lebt".
Bereits kurze Zeit nach Beginn des Projektes stellen sich erste Erfolge ein, das Projekt entwickelt schnell eine Eigendynamik: Langjährig leerstehende Gebäude können abgerissen werden, Nachverdichtung zur Stabilisierung der Infrastruktur wird angedacht, eine Reaktivierung leergefallener Bausubstanz diskutiert. Die Bürger der Brückenstraße sind in das Projekt eingebunden. weiter »









