Demografie
Der demografische Wandel erfordert Antworten auf sinkende Geburten- und Einwohnerzahlen, Überalterung, Infrastrukturprobleme... - nichts ist mehr, wie es einmal war. Mit “MELanIE“ existiert ein innovatives Programm zur Erprobung unterschiedlicher Lösungsansätze. Kernplan hat bisher dreizehn Modellvorhaben entwickelt und gutachterlich begleitet.

“Wir lassen die Kirche im Dorf“
Neben den Kommunen sind auch Kirchen und Vereine als Träger der Dorfgemeinschaft direkt vom demografischen Wandel betroffen. Wenige Geburten und eine alternde Gesellschaft rauben Kirchen und Vereinen die Basis.
Was geschieht mit den überflüssigen Kirchen, Vereinshäusern und Übungsstätten? Das Modellprojekt “Wir lassen die Kirche im Dorf“ in Steinberg-Deckenhardt zeigt beispielhaft zukünftige Kooperationspotenziale von Kommune, Kirche und Vereinen. Die ortsbildprägende Kirche bleibt erhalten und ist, im Betrieb des Musikvereins, zukünftig gleichzeitig Vereinshaus, kirchlicher Versammlungsraum und Dorfgemeinschaftshaus.

“Mich hat ja keiner gefragt...“ - Mitmacher gesucht
Einen fertigen Plan für die zukünftige Gestaltung des dörflichen Gemeinwesens gibt es nicht. Dorf ist nicht gleich Dorf. Es können lediglich allgemeine Überlegungen, Herangehensweisen und Regeln für eine zukunftsfähige gesellschaftliche Dorfentwicklung aufgezeigt werden, die dann mit jeweils individuellen Situation vor Ort abgestimmt werden müssen.
Zentral für alle Dörfer und Projekte sind jedoch die Akteure. Ohne Macher (und Mitmacher), die auch neue Formen des Mitmachens erproben, werden die Dörfer dem demografischen Wandel nicht gewachsen sein. Die Broschüre zeigt Best-Practice-Beispiele einer aktiven und zukunftsorientierten Dorfgesellschaft.

Machbarkeitsstudie “Wohnen, Arbeiten und Freizeit im Dorf“
Bis in die 1960er Jahre waren die Ortskerne Mittelpunkte des dörflichen Lebens: Hier wurde gearbeitet, eingekauft, gewohnt, kommuniziert. In den folgenden Jahrzehnten gingen immer mehr Funktionen verloren: Landwirtschaft, Handwerk, Handel. Und nun verlieren viele Ortskerne auch als Wohnstandort an Bedeutung.
In Mosberg-Richweiler wurde in einem innovativen Modellprojekt ein Bebauungsplan für den Ortskern aufgestellt, der die Voraussetzung zur Ansiedlung von gemischten Nutzungen und damit für die Wiedernutzung leergefallener landwirtschaftlicher Gebäude schafft. Im Modelldorf gibt es aktuell keine Leerstände, die Nachfrage ist ungebrochen. weiter »

MELanIE-Broschüre
“Melanie entfaltet sich“ ist der Titel einer Broschüre, die in übersichtlicher Form die bisherigen 16 Melanie-Projekte zeigt; 15000 Exemplare garantieren eine bundesweite Verbreitung der Melanie-Idee sowie der Broschüre. Konzeption und Gestaltung sind von Kernplan. Die Broschüre wird allen Mandatsträgern zur Verfügung gestellt, sie kann beim Umweltministerium angefordert werden. weiter »

Sitzerather Haus- und Küchengärten – Vom Garten in die Wirtschaft
Der Nonnweiler Ortsteil Sitzerath ist geprägt von großen Hausgärten. Diese Gärten werden von zum Teil 80-jährigen Frauen bewirtschaftet. Da abzusehen ist, dass diese über kurz oder lang die riesigen Wirtschaftsgärten nicht mehr alleine bewirtschaften und pflegen können und diese Gärten als Kulturgut somit unwiederbringlich für immer verschwinden, erstellt Kernplan ein Melanie-Modellprojekt mit folgenden Inhalten: weiter »

Leerstandsbewältigung
Der demografische Wandel wird zu einer Vielzahl leerstehender Wohngebäude führen. Während aktuell nur ca. 1 % des Gebäudebestandes leer stehen, werden in den nächsten Jahren bis zu 15 % aller Wohngebäude leer fallen.
Die Gemeinde Illingen beschäftigt sich intensiv mit dem Thema der Bewältigung von Leerstand: Erfassung, Leerstandsmanagement, neue Strategien der Siedlungsentwicklung, Kommunales Förderprogramm “Abriss“ etc. Damit das Image der Kommune morgen nicht mit Leerstand in Verbindung gebracht wird. weiter »

Ein Diagramm sagt mehr als tausend Worte
Mit aussagekräftigen Darstellungen vorhandener Daten argumentieren. Der demografische Wandel wird dann erfahrbar, wenn er vor Ort angekommen ist: Erstmalig werden Daten für Ortsteile so aufbereitet, dass jeder Betrachter eigene Schlüsse ziehen kann und die Entwicklung vor Augen hat. Die Überzeugungskraft der Bilder regt zum Nachdenken an und versachlicht manche Diskussion. Kernplan hat bereits in 14 saarländischen Kommunen demografische Analysen durchgeführt.










